"Stammzell-Therapie durch die Nase
Michael Seifert
Hochschulkommunikation
Eberhard Karls Universität Tübingen
22.02.2011 11:44
Operationsfreie Methode zur Behandlung der Parkinson-Krankheit im Tierversuch erfolgreich – Internationale Studie unter Beteiligung der Universität Tübingen
Mediziner auf der ganzen Welt setzen große Hoffnungen in eine Behandlung von Parkinsonkranken mit Hilfe von Stammzellen. Dazu werden die Stammzellen in einer Operation ins Gehirn der Patienten implantiert. Nun hat ein internationales Forscherteam um die Medizinerin Dr. Lusine Danielyan von der Universität Tübingen erstmals nachgewiesen, dass Stammzellen im Tierversuch auch über die Nase ins Gehirn transportiert werden und dort ausreichend lange überleben können, so dass eine merkliche Linderung der Parkinson-Symptome eintritt. Die Forscher hoffen, aus diesem Ansatz eine Therapie entwickeln zu können, die den Patienten den schwerwiegenden Eingriff einer Gehirnoperation erspart und die, wie bei anderen chronischen Krankheiten auch, über längere Zeit wiederholt eingesetzt werden kann.
ff.
Diese neue nicht invasive Verabreichungsmethode der Zellen in das Gehirn stellt ein schonenderes und für mehrmalige Gaben geeignetes Verfahren dar, das in Behandlung sowohl degenerativer als auch Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems verwendet werden kann. Natürlich ist der Weg bis zur klinischen Anwendung noch sehr weit, die positive weltweite Resonanz von Patienten und deren Angehörigen sowie in Fachkreisen ermutigen jedoch das internationale Team, diese Methode weiter zu entwickeln“,
sagt die Erstautorin Lusine Danielyan
http://idw-online.de/de/news410132