Hirntumorforum und Hirntumor-Chat

Hirntumor: Informationen und Hilfe für Betroffene und Angehörige

Wesensveränderungen

Allgemeines Forum zum Austausch von Erfahrungen zum Thema Neuroonkologie

Wesensveränderungen

Beitragvon Verona » Di 9. Nov 2010, 22:19

Hallo ihr lieben!

Nachdem ich Sonntag schon mit Mondbeinchen ein sehr nettes Gespräch geführt habe :) , möchte ich ich mich erst eimal schnell allen kurz vorstellen. Ich bin nicht selbst betroffen sondern als Angehörige hier im Forum. Mein Vater leidet an einem Glioblastom.

Jetzt zu meinen Fragen:
Erst seit der OP ist uns aufgefallen, dass mein Vater stark schlecht gelaunt ist, keine Nähe zulässt und sich ziemlich schnell stark aufregt. Uns ist klar, dass es aufgrund von Hirntumoren zu Wesensänderungen kommen kann aber diese Symptomatik ist erst seit der Operation so stark aufgetreten. Dazu ist er öfters leicht verwirrt und ich habe das Gefühl, dass das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt ist. Kann eine Hirnoperation solche Symptome hervorrufen und wenn ja, könnten wir evtl. mit einer Besserung rechnen? Können Wesensveränderungen auch mit Medikamenten behandelt werden?

Hat sonst jemand Erfahrungen mit Wesensänderungen und kann mir vielleicht einen Tipp geben, wie man damit und vor allem wie man mit der betroffenen Person umgehen kann? Wie schaffen wir es, und immer bewusst zu machen, dass dies zur Krankheit gehört und nicht böse auf ihn zu sein?

Ich hoffe, das waren jetzt nicht zu viel Fragen auf einmal! ;)

Viele Grüße
Verona
Zuletzt geändert von Verona am Di 13. Sep 2011, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Verona
 
Beiträge: 5
Registriert: So 7. Nov 2010, 17:06
Wohnort: Leipzig

Re: Wesensveränderungen

Beitragvon Lieblingsaugenblick » Fr 12. Nov 2010, 22:11

Hallo,
also ich kann Dir nur aus meiner Sicht beschreiben wie es bei uns war. Mein Mann war betroffen. Wesensverändurungen kommen nicht von der Op sonder von dem Tumor und der Krankheit.
Was Du tun kannst ist Dir jedentag auf´s neue vorzunehmen nicht böse oder genervt zu sein und deinem Vater immer mit viel Liebe und Respekt zu begegnen.
Man wird nie alles verstehen können und das solltes Du akzeptieren. Du solltest trotz der Veränderung die dein Vater im übrigen genauso durchmachen muss wie Du glücklich und dankbar sein für die Zeit die Euch zusammen bleibt. Was macht es den schon aus Ihm einmal mehr recht zu geben oder in mal schimpfen zu lassen und alles um sich herum als störend zu empfinden.
Vergiss nie: Dein Vater muss genauso auf´s neue lernen mit dieser Situation umzugehen wie Du. Also seit Ihr zu gleichen Teilen schlecht oder gut dran.
Was Du daraus machst liegt an Dir. Nicht immer in Schubladen denken, keiner muss immer nur funktionieren...

Lieblingsaugenblick
Lieblingsaugenblick
 
Beiträge: 2
Registriert: So 13. Jun 2010, 10:53

Re: Wesensveränderungen

Beitragvon Verona » Sa 13. Nov 2010, 23:19

Hallo Lieblingsaugenblick.

Vielen Dank für die Antwort.
Dieses sich immer wieder aufs Neue einzureden, dass die Veränderungen krankheitsbedingt sind und sich vorzunehmen, nicht böse auf ihn zu sein, ist bisher auch mein Plan, der auch ganz gut funktioniert.
Deine Worte sind ja sooooooo wahr und ich werde mein Möglichstes tun, um mich daran zu halten.

Viele Grüße
Verona
Benutzeravatar
Verona
 
Beiträge: 5
Registriert: So 7. Nov 2010, 17:06
Wohnort: Leipzig

Re: Wesensveränderungen

Beitragvon Fireblade » So 19. Dez 2010, 14:03

Ich bin oft unterschiedlich gelaunt. IMeist bei .Wetterveränderung, bei Vollmond und ein paar Tage vor Vollmond. War früher bei mir nicht der Fall. Außerdem habe ich oft eine Art wie Phantomschmerzen. Z.B an den Zähnen. War diesbezüglich auch schon zweimal beim Zahnarzt. Gar bei zwei verschiedenen wobei der eine sogar den Zahn geröngt hatte und nichts feststellen konnte. Beim dritten mal Zahnschmerzen, dachte ich a... lecken und ging gar nicht mehr erst hin. Nach drei bis vier Tagen war es wieder weg. Der Beste Tumor taugt nichts. Ich zolle jedem der (nur Angehöriger) ist jede Menge Respekt. Ihr müsst jede Menge Geduld, Nerven und Liebe mitbringen um das Ganze zu durchstehen.
Es ist nicht leicht für Euch die Situation zu verstehen. Ich als Betroffener mit Astrozytom wüsste selbst nicht ob ich die Nerven hätte. Bei meinem Vater der Darmkrebs hatte und drei Tage vor meinem Geburtstag verstarb habe ich es mit meiner Schwester und Mutter geschafft. Euch wünsche alles Gute. Ich denke es wird schwer. Ich gehe ins Hospitz. Sollen die sich um mich kümmern. Alles geklärt mit meinem Hausarzt, der mein Kamerad ist. In diesem Sinne, bis bald.
Fireblade
 
Beiträge: 3
Registriert: Sa 11. Dez 2010, 12:52
Wohnort: 66589 Merchweiler (Saarland)

Re: Wesensveränderungen

Beitragvon Fireblade » So 19. Dez 2010, 14:26

Hab noch vergessen ich bin aber auch ein schlechtes Beispiel. 'Weil ich schon 15OP`s hinter mir habe. So ziemlich alles gebrochen. Das rechte Bein mehrfach Trümmerbruch, wobei es jetzt 3.5 cm kürzer ist. Das schlägt natürlich auf die Wirbelsäule. So greift bei mir eins ins andere. Zweimal die Woche ist Krankengymnastik angesagt und nebenbei Wieder Wirbelsäule einrenken. Gruß Dirk
Fireblade
 
Beiträge: 3
Registriert: Sa 11. Dez 2010, 12:52
Wohnort: 66589 Merchweiler (Saarland)


Zurück zu Allgemein



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste