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Todesrezeptor CD95 begünstigt Tumorwachstum

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Todesrezeptor CD95 begünstigt Tumorwachstum

Beitragvon Olli » Do 27. Mai 2010, 11:39

In „Nature“ veröffentlichte Daten untermauern das Potenzial von APG101 zur Behandlung von Krebs.
Professor Marcus Peter von der Universität Chicago zeigt in seiner Publikation die Abhängigkeit von Krebszellen von der konstitutiven Aktivität von CD95, stimuliert durch den vom Tumor produzierten CD95L.
Heidelberg, 27. Mai 2010 – Apogenix GmbH, ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neuartige Medikamente zur Behandlung von Krebs- und Entzündungserkrankungen entwickelt, gab heute die Veröffentlichung einer von Apogenix unabhängigen Publikation in „Nature“ bekannt: „CD95 promotes tumour growth“ (Nature, 27. Mai 2010) beschreibt In-vitro- und In-vivo-Versuche mit CD95, die Professor Marcus Peter mit seinem Forschungsteam am Ben May Department for Cancer Research, The University of Chicago Cancer Research Center durchführte. Die Gruppe arbeitet mittlerweile am Department of Medicine der Northwestern Feinberg School of Medicine, Chicago, IL.
Die In-vitro- und In-vivo-Daten dieser Publikation zeigen, dass das optimale Wachstum von Krebszellen, ungeachtet deren Sensitivität für CD95-vermittelte Apoptose, von der konstitutiven Aktivität des CD95-Rezeptors abhängt, welcher von dem vom Tumor produzierten CD95L stimuliert wird. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich CD95 wachstumsfördernd bei der Tumorgenese auswirkt. Demzufolge sollten Krebstherapien darauf abzielen, diese Aktivität zu unterdrücken, anstatt sie zu steigern.
Professor Peter erklärte gegenüber Apogenix: „Unsere Daten zeigen, dass das CD95/CD95L-System wie auch TNFR1 und TNF-alpha das Tumorwachstum eher begünstigt als unterdrückt. Neben unseren Erkenntnissen weisen auch Studien anderer Forschungsgruppen darauf hin, dass CD95 neuronale Stammzellen aktiviert und sich bei Glioblastomen tumorfördernd auswirkt.“
Apogenix entwickelt APG101, ein lösliches CD95-Fc-Fusionsprotein, das die Bindung des CD95-Liganden an den CD95-Rezeptor blockiert und somit die Wanderung von Tumorzellen und das invasive Zellwachstum verhindert. APG101 befindet sich momentan in einer Phase- II-Studie für die Behandlung von Glioblastoma Multiforme (GBM), der häufigsten und aggressivsten Form des primären Hirntumors. Die Ergebnisse dieser Studie werden im Jahr 2011 erwartet.
Dr. Harald Fricke, CMO der Apogenix: „Unser Ansatz zur Behandlung von Glioblastomen und möglicherweise weiteren Krebsarten wird durch diese Publikation von unabhängiger Seite bestätigt. Professor Peter und sein Team an der Universität Chicago sind für ihre Forschung auf dem Gebiet der Todesrezeptor-Aktivität und der damit zusammenhängenden Zelltod-Signalkomponenten wie auch der Bedeutung nicht-apoptotischer Vorgänge bei Krebserkrankungen sehr hoch geschätzt.“
Apogenix beabsichtigt, mit APG101 die Behandlungsmöglichkeiten von GBM grundlegend zu verbessern.
Ziel der laufenden Phase-II-Studie ist es, einen klinischen Wirksamkeitsnachweis für APG101 zu erbringen.
Über Apogenix
Apogenix, eine Ausgründung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), entwickelt neuartige Proteinwirkstoffe für die Behandlung von Krebs- und Entzündungserkrankungen auf der Basis einer zielgerichteten Modulation der Apoptose (des programmierten Zelltods) oder der Blockade des invasiven Wachstums von Tumorzellen. Der am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat APG101 wird zur Behandlung von Glioblastoma Multiforme (GBM), der häufigsten und aggressivsten Form des primären Hirntumors, entwickelt. Des Weiteren befindet sich APG101 in Vorbereitung für eine Phase-II-Studie zur Behandlung der akuten Graft-versus-Host-Disease (aGvHD), einer bedrohlichen Immunreaktion, die nach einer Transplantation von Knochenmark oder Stammzellen eines Fremdspenders auftreten kann. In der Präklinik konzentriert sich Apogenix auf Interleukin-4(IL-4)-Blocker. IL-4 spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Apoptoseresistenz in Krebszellen und Krebsstammzellen. Seit der Gründung im Herbst 2005 hat das Unternehmen € 43.000.000 eingeworben und erhielt darüber hinaus öffentliche Fördergelder in Höhe von insgesamt € 5.800.000. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Heidelberg.
Über APG101
Mit dem am weitesten fortgeschrittenen Produktkandidaten, APG101, einem löslichen Fusionsprotein bestehend aus dem extrazellulären Teil des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil von IgG, wurde 2009 eine Phase-I-Studie erfolgreich abgeschlossen. Im Dezember 2009 startete Apogenix eine kontrollierte Phase-II-Studie mit APG101 zur Behandlung des Glioblastoma Multiforme (GBM) und befindet sich momentan in der Vorbereitung für eine Phase-II-Studie zur Behandlung der aktuen Graft-versus-Host-Disease (aGvHD). Apogenix plant, APG101 spätestens nach Abschluss der Phase-II-Studien zum Wirksamkeitsnachweis auszulizenzieren. Apogenix erhielt den „Orphan Drug Status“ für APG101 zur Behandlung von GBM in Europa und USA und zur Verhinderung der aGvHD in Europa.


Quelle: Pressemitteilung von Apogenix: http://apogenix.com/de/pressemitteilung ... orwachstum

Siehe zu APG101 auch:
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