02.11.2009
(NAM) Bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren des Kopf-Hals-Bereiches sollten Strahlen- und Chemotherapie gleichzeitig angewendet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie mit annähernd 1000 Teilnehmern. Die Kombination der beiden Behandlungen verdoppelte die durchschnittliche Überlebenszeit der Betroffenen.
Die britischen Forscher um Jeffrey Tobias analysierten die Krankheitsverläufe von 966 Patienten, die in verschiedenen europäischen Krebszentren behandelt worden waren. Bei 713 von ihnen verzichteten die Ärzte auf einen chirurgischen Eingriff. Statt dessen erhielten sie – wie üblich – eine Bestrahlung. Bei einer Gruppe blieb es bei dieser Maßnahme, eine andere Gruppe wurde gleichzeitig chemotherapeutisch behandelt. In zwei weiteren Gruppen führten die Mediziner später zusätzlich eine Chemotherapie durch.
Das Ergebnis war eindeutig: Teilnehmer ohne eine Kombinationstherapie starben nach durchschnittlich 2,3 Jahren. Patienten, die während der Bestrahlung gleichzeitig eine Chemotherapie erhalten hatten, lebten dagegen im Durchschnitt 4,7 Jahre. Eine nachträgliche Chemotherapie hatte dagegen keinen positiven Effekt auf die mittlere Überlebenszeit. Allerdings gab es unter der chemotherapeutischen Behandlung auch schwerwiegende Komplikationen, die in zwölf Fällen zum Tod der Betroffenen führten. Fast jeder fünfte Patient musste wegen unerwünschter Wirkungen der Chemotherapie stationär aufgenommen werden. JG
Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin
Quelle: The Lancet Oncology (early online publication, 28 October 2009)
Abstract: http://www.thelancet.com
________________________________________________________________________
Naja, das war uns doch allen klar, aber schön,. dass eine Studie das auch nochmal belegt.
Anne