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Die Nano-Krebs®-Therapie ist ein neues Verfahren zur lokalen Behandlung von Tumoren. Dabei sind Temperaturen zwischen 41°C und 45°C (Hyperthermie) sowie zwischen 46°C und 70°C (Thermoablation) frei wählbar. Bei Temperaturen bis 46°C innerhalb des Tumors wird die Wirkung einer gleichzeitig angewandten Strahlen- oder Chemotherapie verstärkt. Die Wirkungsverstärkung gegenüber einer Strahlentherapie erfolgt dabei beispielsweise durch den wärmebedingten Funktionsverlust von Reparaturenzymen, die normalerweise Strahlenschäden an der DNS reparieren und so das Überleben von Tumorzellen ermöglichen. Werden diese wichtigen Enzyme durch Wärme geschädigt, sterben die Tumorzellen bereits bei kleineren Strahlendosen ab und somit werden auch strahlenresistente Tumorzellen von der Kombinationsbehandlung erfasst. Wärme beeinträchtigt aber auch andere Proteine, die zum Beispiel dafür verantwortlich sind, dass chemoresistente Tumorzellen die für sie schädlichen Zytostatika aus den Zellen wieder herausschleusen können. Fallen diese "Pumpen" durch Wärmeeinwirkung aus, sterben selbst chemoresistente Tumorzellen, weil die Wirkstoffe weiterhin in den Zellen verbleiben.
Bei Temperaturen über 46°C werden nahezu alle Biomoleküle der Zellen betroffen und die Zelle stirbt direkt an den Folgen der Überhitzung. Die Zelltrümmer werden anschließend vom Körper selbst auf natürlichem Wege abgebaut. Die freigewordenen Nanopartikel werden entweder von umliegenden, noch intakten Tumorzellen aufgenommen oder ebenfalls von Makrophagen (Fresszellen) abtransportiert. Die nicht mehr benötigten Nanopartikel werden in der Milz und der Leber gespeichert. Dort werden sie in einem langsamen Prozess abgebaut und dem Körper für den Eisenstoffwechsel zur Verfügung gestellt.
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