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Erneute Strahlentherapie - kein Tabu mehr

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Erneute Strahlentherapie - kein Tabu mehr

Beitragvon Olli » Do 17. Jun 2010, 20:28

Die Mitteilung ist zwar schon etwas älter, aber ich wollte mich ein wenig zur Rebestrahlung informieren:
Kein Tabu mehr: Strahlentherapie kann wiederholt werden
Langzeitstudien belegen Erfolg bei vielen Tumorarten
Berlin, September 2008 – Lange Zeit galt: Eine Strahlentherapie - fester Bestandteil
der Behandlung vieler Krebsleiden - kann nicht wiederholt werden. Dieser generelle
Ausschluss ist nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie
(DEGRO) nicht länger aufrechtzuerhalten. Langzeitstudien zeigen, dass bei vielen
Patienten eine erneute Bestrahlung desselben Organs möglich ist, ohne dass gehäuft
Nebenwirkungen auftreten. So ist die erfolgreiche Durchführung einer wiederholten
Strahlentherapie unter anderem bei Hirn- und Kopf-Hals-Tumoren, aber auch bei
Brustkrebs, Lungenkrebs und dem Prostatakarzinom belegt.
Neue Techniken haben die Strahlentherapie in den letzten Jahren deutlich verbessert,
erklärt Professor Dr. med. Volker Budach, Präsident der DEGRO und Chefarzt an der
Klinik für Strahlentherapie der Berliner Charité: „Moderne Geräte ermöglichen eine
punktgenaue, sogenannte stereotaktische Bestrahlung. Die Strahler rotieren während der
Behandlung um den Körper des Patienten. Sie fokussieren die Strahlung besser als bisher
auf den Tumor. Umliegendes Gewebe bleibt weitgehend verschont.“ Auch die Aufteilung
der Strahlendosis auf mehrere Tage oder Wochen hat die Strahlenrisiken vermindert. Eine
weitere schonende Methode ist das zeitweilige Einbringen der Strahlenquelle in den
Körper – die Brachytherapie.
„Vor diesem Hintergrund ist eine erneute Strahlentherapie – eine sogenannte Re-
Bestrahlung – längst kein Tabu mehr. Natürlich lassen sich die gleichen Körperteile nicht
unbegrenzt bestrahlen. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass sich viele Zellen von
einer Erstbestrahlung erholen”, erklärt Prof. Budach. In diesem Fall können Ärzte nach
Monaten oder Jahren eine weitere Strahlentherapie durchführen. Eine Re-Bestrahlung kann
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zum Beispiel zum Einsatz kommen, wenn Patienten nach einer überstandenen
Krebserkrankung erneut ein Tumorleiden entwickeln. „Ein absolutes Verbot einer erneuten
Bestrahlung würde diesen Menschen eine Therapie vorenthalten, die ihre Lebensqualität
verbessern und in einigen Fällen den Krebs besiegen kann”, so Budach.

Pressemitteilung von der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie
Quelle: http://www.degro.org/dav/html/presse/Re ... g-0908.pdf
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Re: Erneute Strahlentherapie - kein Tabu mehr

Beitragvon Olli » Do 17. Jun 2010, 20:42

Zu einem ähnlichen Ergebnis speziell bei Gehirntumoren kommt eine Studie aus den USA:
PURPOSE Salvage options for recurrent high-grade gliomas (HGGs) are limited by cumulative toxicity and limited efficacy despite advances in chemotherapeutic and radiotherapeutic techniques. Previous studies have reported encouraging survival results and favorable toxicity with fractionated stereotactic radiotherapy, and small studies have shown similar benefit using a shortened course of hypofractionated stereotactic radiation therapy (H-SRT). We sought to determine the efficacy and toxicity profile of H-SRT alone or in addition to repeat craniotomy or concomitant chemotherapy. PATIENTS AND METHODS Between 1994 and 2008, 147 patients with recurrent HGG were treated with H-SRT (median dose, 35 Gy in 3.5-Gy fractions). Cox regression models were used to analyze survival outcomes. Variables included age, surgery before H-SRT, time to first recurrence, reirradiation dose, inclusion of chemotherapy with H-SRT, and gross tumor volume (GTV). Results Younger age (P = .001), smaller GTV (P = .025), and shorter time between diagnosis and recurrence (P = .034) were associated with improvement in survival from H-SRT. Doses of radiation >/= 35 Gy approached significance (P = .07). There was no significant benefit of surgical resection or chemotherapy in this population when analysis was controlled for other prognostic factors. CONCLUSION H-SRT was well tolerated and resulted in a median survival time of 11 months after H-SRT, independent of re-operation or concomitant chemotherapy. Patients who experienced recurrence within 6 months after initial treatment had an excellent response and should not be disqualified from H-SRT. This is the largest series to examine the efficacy and tolerability of H-SRT in recurrent HGG.

Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20479391
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