A2M ist ein Protein, das in großen Mengen im Blut zirkuliert. Es hemmt vornehmlich Proteasen – Enyzme, deren Aufgabe es ist, Eiweiße in ihre Bestandteile zu zerlegen. Die Polypeptidkette von A2M mit knapp 1500 Aminosäuren besteht aus vier identischen Untereinheiten. Jeweils zwei dieser Untereinheiten sind so gefaltet, dass sie einen Korb bilden. Auf dessen Boden sitzt eine kurze Peptidschleife, die unter Spannung steht. Sobald eine Protease ins Innere des Korbes gerät und die Schleife berührt, klappt der Korb zusammen und schließt die Protease ein. Durch die Veränderung seiner Gestalt wird A2M aktiviert. Es kann nun an spezielle Rezeptorproteine andocken, die sich auf der Oberfläche von Zellen befinden.
Dass die aktivierte Form von A2M Tumoren hemmen kann, ist seit einigen Jahren bekannt: Wissenschaftler kamen diesem Wirkmechanismus auf die Spur, als sie im Reagenzglas Krebszellen und A2M zusammenbrachten. Nur wenn die Forscher zusätzlich Proteasen hinzufügten, wuchsen die Krebszellen langsamer. Nahrungsmitteln wie Ananas und Papaya, die reich an Proteasen wie Bromelain oder Papain sind, wird deshalb ein günstiger Effekt in der Krebstherapie nachgesagt.
Quelle: DocCheck, vollständiger Artikel: http://news.doccheck.com/de/article/194 ... orb-geben/
Mehr (Englisch): Alpha2-macroglobulin inhibits the malignant properties of astrocytoma cells by impeding beta-catenin signaling