So, endlich finde ich Zeit auch kurz etwas zum HT Tag zu schreiben.
Im großen und ganzen schliesse ich mich Olli an.
Nachdem alle die Möglichkeit hatten, ein 2. Frühstück einzunehmen, was eine reichliche Auswahl an Obst, Schnittchen, Joghurt, Säften, Kaffee, Tees und vieles mehr bot, ging es nach dem Einlass mit dem ersten Vortrag los, der mich doch recht faszinierte. Neben dem sehr anschaulichen Vortrag wurde ein Video zur Hirn OP gezeigt, in der man einfach mal sehen konnte, wie es unter der Schädeldecke aussieht und was da eigentlich gemacht wird bei so einer Op. Völlig neu war mir z.B., dass der HT eigentlich eher ausgesaugt wird bzw abgesaugt wird, ich dachte immer, er wird rausgeschnitten...
Das Verfahren mit 5-Ala also der fluoreszierenden Substanz hat mich auch sehr beeindruckt, das Aufleuchten in rot im Unterschied zum blau aufleuchtenden gesunden Gewebe scheint die Op doch echt zu erleichtern -für die Operateure zumindest-

Und die photodynamische Methode die damit in Verbindung gebracht werden kann.
Sollte wie ich finde als Standard für alle Hirntumor operierenden Zentren eingeführt werden...
Weitere Vorträge schlossen sich an, eine sehr nette Idee war, dass man während und nach den Vorträgen die Möglichkeit hatte, alle möglichen Fragen auf eine Postkarte zu schreiben, die wurden dann im Anschluss eingesammlt und an die Referenten gestellt. Sie konnten so beantwortet oder diskutiert werden also anonym. In den Pausen gab es neben dem wie schon gesagt reichlichen Buffet -mittags sogar Eintöpfe und Würstchen- immer die Möglichkeit, die Referenten selbst mit Fragen oder Befunden aufzusuchen, auch wenn sich meist ein recht großer Pulk an Leute darum bildeten und man doch eine Weile anstehen musste, bis man dran kam. So war es natürlich ganz einfach, sich eine Zweitmeinung einzuholen, wovon wir auch Gebrauch machten.
Die einzelnen Themen der Vorträge könnt ihr ja im Forum nachlesen, sie werde ich jetzt nicht einzeln hier auflisten.
Der Vortrag des Neurologen, in dem es um Epilepsie ging und um die richtige Einstellung durch verschiedenste Medikamente blieb mir aber auch gut in Erinnerung, der Neurologe hatte echt eine interessante Art seine Präsentation vorzuführen

Auch der Vortrag zum Thema -Psychoonkologische Aspekte bei dem Hirntumor- war sehr gut gehalten und leicht zu verstehen mit doch auch interessanten Studienergebnissen aus Umfragen, die teilweise hohe Abweichungen zeigten wenn man den betroffenen HT-Pat. selbst befragte oder seine Angehörigen

Irgendwie erkannten wir uns darin auch

Zum Schluss wurde noch in einer sehr kleinen Runde die eine oder andere Frage nur unter Betroffenen und deren Angehörigen gestellt und beantwortet, darin ging es unteranderem darum, wo sich die eine oder andere Selbsthilfegruppe befindet oder wer welche Erfahrungen selbst zu einzelnen Therapien gemacht hat. Auch wurden ein paar fleissige Helfer des HT-Tags hereingeholt und befragt, die unteranderem sogenannte Langzeitüberleber waren

Einen Dank auch hiermit an Mirka Dax, die sich am Ende auch noch für ein ein paar Fragen bereiterklärte. Es tut gut wenn man auch Menschen sieht, die einen HT haben und damit eine Zeit lang leben und man es nicht nur in den Medien hört.
Natürlich waren auch die restlichen Themen interessant und informativ. Ich kann es jedem Einzelnen von euch nur empfehlen, ich denke alle, die etwa eine Fahrt von etwa 3 Stunden haben, profitieren echt. Wir hatten ja netterweise die Möglichkeit, bei Uschi und Wolfgang in Düsseldorf zu nächtigen und Zeit mit Ihnen zu verbringen, ich würde diese Option immer wieder wählen, denn der Tag ist recht anstrengend. Eine fahrt morgens hin und abends wieder zurück wäre mir persönlich zuviel geworden.
Abgesehen davon hatten wir so die Möglichkeit den Lieblingsgriechen von U.& W. zu besuchen und der war sooo lecker...
Also ich hoffe ihr habt hiermit einen kleinen Einblick bekommen. Und besucht auch den nächsten HT Tag wo auch immer er im süd westlichen Raum stattfinden mag

Lg Esther