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Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie abgeschlossen

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Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie abgeschlossen

Beitragvon Olli » Di 3. Nov 2009, 11:02

Nanostart-Tochter MagForce: Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie erfolgreich abgeschlossen

* Studienziel deutlich übertroffen
* Mediane Überlebenszeit verdoppelt
* Therapie hochwirksam und sehr schonend
* Zulassung wird noch dieses Jahr beantragt


Frankfurt am Main / Berlin – 03. November 2009 – Die Nanostart-Tochter MagForce Nanotechnologies AG hat heute bekannt gegeben, dass die Wirksamkeitsstudie der Nano-Krebs®-Therapie bei Patienten mit Glioblastom-Rezidiv, einem häufigen, bösartigen Hirntumor, erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass das Studienziel dabei deutlich übertroffen werden konnte.
Bisher wird nach Auftreten des Glioblastom-Rezidivs und Behandlung mit konventioneller Therapie (Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung) eine mediane Überlebenszeit von 6,2 Monaten beobachtet. Das primäre Studienziel für die Nano-Krebs®-Therapie war es, die mediane Überlebenszeit der rekrutierten Patienten im Vergleich zu einer historischen Kontrollgruppe um drei Monate zu verlängern.

Die 59 Teilnehmer der Studie, die in die Wirksamkeitsanalyse eingingen, erreichten nach der Behandlung mit der Nano-Krebs®-Therapie und einer begleitenden Bestrahlung eine mediane Überlebenszeit von 13,4 Monaten. Die Überlebenszeit ist somit hoch signifikant länger und konnte mehr als verdoppelt werden.

Diese Ergebnisse sind um so beachtlicher, als dass die Nano-Krebs®-Therapie nicht an gerade diagnostizierten Patienten mit Primärtumor durchgeführt wurde, sondern im Rahmen der Studie nur an solchen Patienten, die bereits die regelmäßig sehr belastende, konventionelle Therapie hinter sich hatten. Nach der Zulassung der Therapie können voraussichtlich auch andere lokale Tumorerkrankungen mit dieser Methode behandelt werden, da sich das Prinzip der Tumorzerstörung durch Wärme prinzipiell auch auf andere Tumorarten übertragen lässt.

MagForce-Gründer und Wissenschafts-Vorstand Andreas Jordan kommentiert: „Die Ergebnisse zeigen das enorme Potenzial der Nano-Krebs®-Therapie, die gleichzeitig sehr schonend ist. Unsere Vision ist es, damit neben Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung eine neue Säule der Krebstherapie zu etablieren.“

Und Marco Beckmann, Vorstand der Nanostart AG, ergänzt: „Wir beglückwünschen Dr. Jordan und sein Team zu den hervorragenden Studienergebnissen. Ich denke, man darf dank Nanotechnologie von einem historischen Schritt für die Medizin sprechen.“

Neben der jetzt nachgewiesenen hohen Wirksamkeit der Nano-Krebs®-Therapie besteht ein weiterer, ganz entscheidender Vorteil im Vergleich zur konventionellen Therapie aus Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung: Die Nano-Krebs®-Therapie hat keinerlei gravierende oder belastende Nebenwirkungen. Trotz der hohen Wirksamkeit ist sie schonend und praktisch nebenwirkungsfrei.
Die Ergebnisse der Wirksamkeitsstudie bilden die Grundlage für die EU-Zulassung der Therapie, die noch in diesem Jahr beantragt wird. Nach erfolgreichem Abschluss des Zulassungsverfahrens kann die Nano-Krebs®-Therapie EU-weit vermarktet werden. Die ausführlichen Studienergebnisse werden demnächst in einem medizinischen Fachjournal veröffentlicht.

Die Nano-Krebs®-Therapie ist eine völlig neuartige Therapie und der weltweit erste Ansatz, um eine besonders schonende Tumorbehandlung mit magnetischen Nanopartikeln durchzuführen. Dabei werden speziell umhüllte Eisenoxid-Nanopartikel sehr gezielt in den Tumor injiziert, so dass sie sich nur im Tumor, aber nicht im umgebenden gesunden Gewebe befinden. Durch ein magnetisches Feld werden von außen die Partikel im Tumor kontrolliert erhitzt. So werden Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius erreicht, die bis auf die Nachkommastelle geregelt werden können. Die Hitze schädigt den Tumor oder tötet ihn ab. Die Patienten spüren während der Behandlung nur eine leichte Erwärmung.
Die Nanostart AG ist seit 2004 Lead-Investor bei der MagForce Nanotechnologies AG und hält zurzeit rund 77% der Anteile.

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Über die Nanostart AG:
Die Nanostart AG ist die weltweit führende Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main beteiligt sich als Wachstumsfinanzierer an Nanotechnologie-Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Außerdem stellt es sein Know-how bei der Entwicklung von Finanzinstrumenten und bei Investments im Nanotechnologie-Sektor zur Verfügung. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.nanostart.de.

Über die MagForce Nanotechnologies AG:
Die MagForce Nanotechnologies AG ist das weltweit führende Unternehmen auf dem Gebiet der Krebstherapie mit Nanotechnologie. Ihre patentierte Therapie erlaubt die gezielte Zerstörung von Tumoren durch magnetische Nanopartikel. Die Nanotechnologie der MagForce repräsentiert einen revolutionären Ansatz für die zukünftige erfolgreiche Behandlung von soliden Tumoren. www.magforce.com

Disclaimer:
Diese Mitteilung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot (IPO) von Wertpapieren der Nanostart AG im Zusammenhang mit der Notierung der Aktien im Teilbereich des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse, dem "Entry Standard", findet nicht statt. Diese Mitteilung stellt keinen Wertpapierprospekt dar. Diese Mitteilung und die darin enthaltenen Informationen sind nicht zur direkten oder indirekten Weitergabe in bzw. innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien oder Japan bestimmt.

Pressekontakt:
Nanostart AG
Public Relations
Dr. Hans Joachim Dürr
Goethestraße 26-28
D-60313 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69-21 93 96 111
Telefax: +49 (0)69-21 93 96 122
E-Mail: presse@nanostart.de
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Re: Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie abgeschlossen

Beitragvon Olli » Di 3. Nov 2009, 11:04

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Re: Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie abgeschlossen

Beitragvon Olli » Di 29. Dez 2009, 17:50

Und hier noch ein Artikel:

Die Nanotherapie selbst beinhaltet magnetische Eisenoxidpartikel, die eine Umhüllung aus Biomolekülen aufweisen. Diese Nanopartikel werden direkt in das Tumorgewebe injiziert und mittels eines Wechselfeldes auf rund 70 Grad Celsius erhitzt. Dank dieser direkten Hitze werden die Tumorzellen zerstört oder auch aufnahmefähiger für eine Chemotherapie oder Bestrahlungen gemacht. Gesundes Gewebe wird bei dieser Nanotherapie weitestgehend verschont.


http://www.chirurgie-portal.de/news/200 ... mpfen.html
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Re: Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie abgeschlossen

Beitragvon Olli » Mi 24. Feb 2010, 16:08

Die Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft (NOA) hat hierzu ein Statement abgegeben:

In den Medien und zuletzt in der FAZ vom 16.12.09 wird regelmäßig über das
Behandlungsverfahren der s. g. Nanotherapie berichtet. Dies sei ein spezielles
Verfahren, dass über die übliche Standardtherapie im Rezidiv von Glioblastomen
hinausgehe. In dem aktuellen Artikel wird behauptet, dass die Wirksamkeit der s. g.
Nanotherapie in der Behandlung von Patienten mit rezidivierten Glioblastomen
belegt sei.
Die Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft sieht
die Berichte zur Nanotherapie kritisch, da sie ungerechtfertigte Hoffnungen bei
Patienten und Angehörigen hervorrufen und zu einer starken Verunsicherung von
Patienten und Behandlern führen.
Über wissenschaftliche Befunde sollte vor der kritischen Prüfung und Bewertung
durch Fachleute (peer review) nicht öffentlichkeitswirksam Stimmung erzeugt
werden, weils dies problematisch für nicht-spezialisierte Ärzte und betroffene
Patienten ist. Dieses Vorgehen dient der Qualität, der Ressourcenschonung und im
Falle medizinischer Ergebnisse den betroffenen Menschen. Bei der s. g.
Nanotherapie soll nach Intillation Eisenoxid-haltiger Nanopartikel, die ins
Tumorgewebe eingebracht werden, über ein magnetisches Wechselfeld der
tumorspezifisch erwärmt werden, um die Wirkung einer gleichzeitig applizierten
Strahlen- oder Chemotherapie zu verstärken. Außerdem wird postuliert, dass bei
Temperaturen von > 46 °C eine Thermoablation mit direkter Schädigung und
Absterben von Tumorzellen stattfindet. Dieses Prinzip wurde als einer der ersten
Anwendungen der Nanotechnologie in der Medizin an der Berliner Charité als
neuartige Tumortherapie entwickelt.
Die bisher publizierte wissenschaftliche Basis dieses Verfahrens für die Therapie
maligner Gliome ist allerdings sehr dürftig. Es liegen Rattenexperimente sowie eine
2007 im Journal of Neuro-Oncology (Maier-Hauff K, et al J Neurooncol 2007, 81:53 –
60) publizierte Daten einer Machbarkeitsstudie an 14 Patienten vor. Eine einarmige,
unkontrollierte Phase II-Studien mit Instillation der Eisenoxidlösung sowie einer Re-
Bestrahlung ist offensichtlich abgeschlossen, möglicherweise ausgewertet, bisher
allerdings nicht publiziert.
Jetzt wird postuliert, dass mit dieser Studie ein Wirksamkeitsnachweis der Therapie
geleistet und die Zulassung bei den europäischen Behörden beantragt wurde. Es
werden dreizehn Monate median Überlebenszeit im Rezidiv einer aufgrund der Re-
Bestrahlung notwendigerweise hoch selektionierten Patientengruppe berichtet und
diese einem Median von sechs Monaten von mit einer Standardtherapie
behandelten Glioblastomen im Rezidiv gegenübergestellt. Abgesehen davon, dass
eine Gegenüberstellung unsystematisch in verschiedenen Studien erhobener Daten
nicht sinnvoll ist, erfolgt die Darstellung der s. g. Nanotherapie mit einer
erheblichen Verzerrung. Der wesentliche Bestandteil der Nanotherapie des
Nanotherapie-Konzept, die erneute Bestrahlung, wird in der bisherigen Pressearbeit
systematisch verschwiegen.
Da es sich bei dem Verfahren der s. g. Nanotherapie um eine Entwicklung nach dem
Medizinproduktegesetz und nicht nach dem Arzneimittelgesetz handelt, sind für die
Zulassung andere Maßstäbe anzulegen. Dies entbindet aber weder die ärztlichen
Initiatoren der Studie noch die produzierende Firma von ihrer Verantwortung
gegenüber den Patienten. Ärgerlich sind die offensichtlichen wirtschaftlichen
Interessen, die bei einer Zulassung der bisher wissenschaftlich nicht ausreichend
geprüften Therapie befriedigt würden. Für die Ärzte in den neuroonkologischen
Zentren allerdings noch bedrückender sind die vielen Patienten und Angehörigen,
die aufgrund solcher Mitteilungen in den Ambulanzen vorsprechen und dann
enttäuscht werden müssen, weil ungerechtfertigte Hoffnungen geweckt wurden.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. med. W. Wick
Prof. Dr. med. R.-D. Kortmann
Prof. Dr. med. W. Stummer
für den NOA-Vorstand


Quelle: http://www.neuroonkologie.de/uploads/me ... 211209.pdf
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Re: Wirksamkeitsstudie zur Nano-Krebs®-Therapie abgeschlossen

Beitragvon pkw » Mi 25. Mai 2011, 16:43

Ein interessanter Filmbeitrag zur Nanotherapie:


Mit heißen Nanopartikeln gegen Krebs
Keine Heilung, aber Besserung in klinischer Studie
Mediziner um Dr. Andreas Jordan haben in einer klinischen Studie bei 66 Patienten Nanopartikel gegen Hirntumoren erfolgreich gestestet.
"Auf Basis dieses Studienergebnisses wurde eine europäische Zulassung ausgegeben", so Jordan. "Jetzt wollen wir schauen, ob sich die Ergebnisse der Studie auch in den Kliniken bewähren." Allerdings kann die Therapie den Krebs nicht endgültig heilen.

Teilchen erhitzen Tumoren durch Wechselfelder
Die Ärzte bringen winzige Eisenoxid-Teilchen in die Tumoren ein und bringen sie über schnell wechselnde Magnetfelder zum Schwingen, so dass sie sich erhitzen. Bei mehr als 70 Grad sterben die Krebszellen an den Folgen der Überhitzung - das gesunde Gewebe bleibt von dem Angriff unberührt. Das Eisen wird in einer Hülle aus Zuckermolekülen gespritzt. Da der schnell wachsende Tumor im Gegensatz zum umgebenden Gewebe stetig neue Nahrung braucht, nimmt nur er sie auf.

Die Partikel sind 1000 Mal kleiner als ein rotes Blutkörperchen und 10.000 Mal kleiner als eine Krebszelle. Weil durch ein Wechselfeld 100.000 mal in der Sekunde Plus- und Minuspol vertauscht werden, verändern die eisenhaltigen Nanoteilchen im Tumor ständig ihre Ausrichtung.


http://www.3sat.de/page/?source=/nano/m ... index.html



mein eigener Gedanke dazu ist : Wirkprinzip ist ja die Hitze im Tumor , also kann man auch nochmal über begleitende lokale Hyperthermie nachdenken als ich sag mal Boost für die Chemo .



Viele Grüsse

Pkw
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