Hirntumorforum und Hirntumor-Chat

Hirntumor: Informationen und Hilfe für Betroffene und Angehörige

2. Bestrahlung

Die Strahlentherapie bekämpft einen Hirntumor weiter. Möglichkeiten und Gefahren können hier diskutiert werden

2. Bestrahlung

Beitragvon Maiky » Mi 1. Sep 2010, 13:39

Hallo,
bei meiner Frau Oligodendrogliom WHOIII, wurde 2006 diagnostiziert. Nach einer operativen entfernung wurde Sie bestrahlt in kombination mit Temodal (2006).
Leider musste Sie letzte Woche das 4. mal operiert (innerhalb der letzten 4 Jahre) werden (3. Rezidiv) da auch die Chemo Temodal nichts mehr nützte und und der Tumor in den letzten 3 Monaten unerwartet unglaublich schnell gewachsen ist. Die Ärzte schlagen uns nun eine 2. Bestahlung vor (wir haben die Ärzte noch nach dem Gamma Knife gefragt, bis jetzt keine Antwort). Später werden wir die Chemo Avastin ausprobieren.
Meine Fragen:
1. Hat jemand von euch Erfahrung mit einer 2. Bestrahlung (Erfolg, Nebenwirkung, Lebensqualität)?
2. Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Gamma Knife?
3. Gibt es bereits weiter entwickelte Bestrahlungsmöglichkeiten?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruss
Maiky
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Olli » Mi 1. Sep 2010, 17:25

Ich habe meine Rebestrahlunghinter mir. Über Eerfolg oder Misserfolg läßt sich noch nicht viel sagen..
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Maiky » Do 2. Sep 2010, 18:31

Hallo Oli
Danke für die rasche Info.
Hattest Du grosse Nebenwirkungen nach der Re-Bestrahlung?
Uns haben Sie lediglich 3 Sitzungen für die Re-Bestrahung vorgeschlagen.

Gruss
Maiky
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon pkw » Fr 3. Sep 2010, 00:15

Hallo maiky , wir haben zwar keine re-bestrahlung gehabt , aber wenn das mal ein thema würde bei uns würde ich mich über die neue photonentherapie schlau machen .
Die ist gut erklärt unter http://www.rptc.de/.


ich weiss nicht ob es hilft , aber ich weiss das das fragen nicht schaden kann

alles gute


pkw
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Olli » Fr 3. Sep 2010, 18:48

pkw hat geschrieben:Hallo maiky , wir haben zwar keine re-bestrahlung gehabt , aber wenn das mal ein thema würde bei uns würde ich mich über die neue photonentherapie schlau machen .
Die ist gut erklärt unter http://www.rptc.de/.


Ganz wichtig: Protonen, nicht Photonen.. Das ist eine ganz andere Teilchenklasse..
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Olli » Fr 3. Sep 2010, 18:50

Maiky hat geschrieben:Hallo Oli
Danke für die rasche Info.
Hattest Du grosse Nebenwirkungen nach der Re-Bestrahlung?
Uns haben Sie lediglich 3 Sitzungen für die Re-Bestrahung vorgeschlagen.

Gruss
Maiky

Naja, ich glaube, bei der Erstbestrahlung hatte ich mehr Nebenwirkungen. Welche Dosis soll denn gegeben werden?
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Maiky » Mo 6. Sep 2010, 18:07

Hallo Olli,
Welche Dosis wissen wir noch nicht. Uns wurde eine sogenannte Stereotaktische Bestrahlung vorgeschlagen.
Untenstehend der Bericht. Wir hoffen, dass wir auf das richtige Mittel setzen.
Gruss
Maiky

"Medienmitteilung
Bern, 15. Juli 2009/hac
Krebsbestrahlung: Temposteigerung am Inselspital
Zeit- und Komfortgewinn für Krebspatienten:
Das Inselspital, Universitätsspital Bern verwendet als erstes Spital ausserhalb der USA ein neues, ultraschnelles Bestrahlungsgerät.
Die Bestrahlungs-Technik RapidArc auf dem Radiochirurgie-Gerät Novalis Tx ermöglicht eine bis zu fünfzehnmal schnellere und gleichzeitig hochpräzise Tumorbestrahlung. Sie wird bei Tumoren im ganzen Körper angewendet und eignet sich besonders für die Behandlung tiefliegender Krebsgeschwüre. Die Krebszellen werden durch eine rotierende Bestrahlung hochpräzis und damit für das gesunde Gewebe schonend zerstört.
Unterdessen haben die ersten Patienten, die seit Inbetriebnahme des neuen Geräts vor drei Monaten mit der neuen Technologie behandelt wurden, ihre Bestrahlung abgeschlossen. Die Patienten haben auf die neue Strahlentherapie sehr gut angesprochen.
Weniger lang im Strahl
Prof. Daniel Aebersold, Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Radioonkologie am Inselspital: „Die ultraschnelle Bestrahlung bedeutet für den Patienten sehr viel kürzere Liegezeiten und grösseren Komfort, weil er weniger lang unter dem Strahl liegen muss. Vor allem aber steigt die Behandlungssicherheit. Die Zeit, in der sich die Patientin beziehungsweise der Tumor aus dem Strahl bewegen kann, ist viel kürzer geworden. Entsprechend tiefer ist die Gefahr, dass gesundes Gewebe geschädigt wird.“
Dank Forschungs-Zusammenarbeit mit der amerikanischen Herstellerfirma ist das Universitätsspital Bern das erste Spital ausserhalb der USA, das diese moderne Technik im Bereich der Hochpräzisions-Bestrahlung einsetzt. Bereits im Sommer 2008 hatte das Inselspital als erstes nichtamerikanisches Spital die damals modernste Generation der stereotaktischen Bestrahlungstechnik in Betrieb genommen. Das neue Gerät ist eine Weiterentwicklung.
Weitere Auskünfte für Medienschaffende:
Prof. Dr. med. Daniel Aebersold, Direktor/Chefarzt Universitätsklinik für Radioonkologie,
031 632 24 31 (ruft zurück)"
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Maiky » Di 23. Nov 2010, 10:24

Die Bestrahlung hatte bei meiner Frau Nebenwirkung, wie Krampfung in den Fingern und Zehen. Sie waren so extrem, dass sie die Therapie in der Hälfte abbrechen wollte. Die gleichzeitige Behandlung mit Avastin verläuft hingegen sehr gut. Beim letzten MRT war zum Glück ein Rückgang des Tumors festgestellt worden. Das Kribbeln und das Taubheitsgefühl sind nach wie vor vorhanden. Sie werden aber durch die Einnahme von Xanax gemindert.
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Mondbeinchen » Do 25. Nov 2010, 16:21

Hallo Maiky,

freut mich deinen Bericht zu lesen. Bei Olli verlief die Bestrahlung an sich ja gut und ohne Probleme, wenn man mal von der Thrombose absieht die zwar zu der Zeit aber nicht von der Bestrahlung kommend auftrat.
Jedoch sind heute also knapp 5 Monate nach der Bestrahlung deutliche Nebenwirkungen zu spüren. Das laufen ist inzwischen recht beschwerlich geworden, er braucht im Moment einen Stock und kommt nur langsam vorwärts. Die Koordination generell, das Erinnerungsvermögen und insbesondere die Beschwerden auf der linken Seite haben deutlich zugenommen. Seine linke Hand ist Moment eigentlich nicht gebrauchsfähig. Da der Tumor unter Avastin genau wie bei euch und Erfreulicherweise kleiner geworden ist, kann man also bei den aufgezählten Veränderungen davon ausgehen das dies Nachwirkungen von der Starhlentherapie sind.

Lg und weiterhin alles Liebe und Gute
Esther

Ps: vielleicht magst du ja auch mal in den Chat kommen? Abends ist da immer eine nette Runde ;)
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Re: 2. Bestrahlung

Beitragvon Nuri » Mi 4. Mai 2011, 22:07

Hallo

Wurde März 2010 im Gehirn operiert, ich habe Glioblastom IV seit Februar 2010 , also mehr als einem Jahr. Im März 2010 wurde ich nach der OP dutzende male bestrahlt und parallel dazu gabs Temodal.

Dann gabs es Studien mit Infusionen im Gehirn. Im Februar 2011 wurde wieder das Gehirn untersucht. D.h. die operierte Wunde änderte sich nicht, allerdings im Gehirn wurden 3 Punkte erkannt (Glioblastum IV) . d.h. seit gestern werde ich wieder bestrahlt. Bis jetzt merke ich nichts. Insgesamt wird 18 mal gestrahlt, mit geringer Dosis da diesmal im Gehirn bekämpft wird. Voriges Jahr wurden Aussenteile des Gehirns operiert, und dann "aussen" bestrahlt. Ich bin sehr nervös dieser Bestrahlung, wie sie ausgeht kann ich noch nicht melden.

mfG


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